Tennisarm (Epicondylitis lateralis Humeri)

"Im Vordergrund der Behandlung beim Tennisellenbogen steht primär die konservative Therapie; eine Operation ist SELTEN notwendig."

Der Tennisellenbogen entsteht häufig durch eine Fehl- oder Überbeanspruchung der Unterarmmuskulatur. Mögliche Ursachen sind:

  • Einseitige Beanspruchung (z. B. bei Tastatur-/Mausbenutzung, Sportklettern)
  • Fehlhaltungen der Hand bei Belastungen im Beruf, bei der Haus- und Gartenarbeit
  • Schlafhaltung in Seitenlage (Verwendung des stark gebeugten
    Armes als Kopfstütze)
  • Medikamentennebenwirkung, z.B. Anwendung von Fluorchinolon-Antibiotika

 

KONSERVATIVE THERAPIE:

Im Vordergrund der Behandlung beim Tennisellenbogen steht die konservative Therapie. Hierbei sollte durch den behandelnden Arzt in Abhängigkeit von der Dauer der Erkrankung und Schwere der Beschwerden vorgegangen werden.

Zunächst sollte die Belastung für den Ellenbogen und Handgelenk insbesondere für Handgelenkstreckung vermindert werden. Hier sollte die Arbeitsplatz-gestaltung überprüft werden, auch eine Bandage (Spange) kann hilfreich sein. Beim Sportler empfehlen die Technik zu überprüfen.

Begleitend sollte eine Physiotherapie mit Friktionsmassagen und ggfs. Elektrotherapie (z.B. Iontophorese) erfolgen mit Patientenaktivierung zur Eigenübungstherapie mit Dehnungen und Kräftigungsübungen.

Weiter können entzündungshemmende Medikamente eingenommen werden oder Cortisoninjektionen an die Sehnenansätze gespritzt werden (Vorsicht: nur zwei Injektionen, das Cortison kann das Unterhautfettgewebe auflösen und schädigen). Alternativ können auch Injektionen mit Platelett-Rich Plasma (PRP) oder Hyaluronsäureinjektionen (3x) in wöchentlichen Abstand vorgenommen werden.

Optional kann auch eine Stoßwellenbehandlung oder Röntgenreizbestrahlung erfolgen.

Zuletzt kann eine Operation überlegt werden.

 

OPERATIVE THERAPIE:

Falls nach 9 bis 12 Monaten noch eine störende Beschwerdehaftigkeit besteht eine RELATIVE OP Indikation. Die Operation erfolgt über einen kleinen Hautschnitt an der Außenseite des Ellenbogens. Das unter der Haut liegende Fettgewebe wird durchtrennt und der Sehnenansatz der Streckmuskulatur freigelegt. Meist wird dann schon die verletzte Struktur, die sich durch ihre entzündliche oder narbige Struktur deutlich vom angrenzenden Sehnengewebe unterscheidet, sichtbar. Das geschädigte Gewebe wird vollständig ausgeschnitten und am Ansatz von der Knochenhaut gelöst. Dadurch wird der Zug auf die Sehne vermindert. Zusätzlich werden auch noch schmerzleitende Nervenfasern, die zu diesem Gebiet ziehen, durchtrennt, so dass Schmerzen in diesem Bereich nicht mehr wahrgenommen werden.

 

NACHBEHANDLUNG:

Die Operation wird ambulant durchgeführt.
Der Ellenbogen wird für 2 Wochen in einer Oberarmgipsschiene ruhiggestellt und sollte 6 Wochen nicht voll belastet werden. Eine volle Belastungsfähigkeit für schwere körperliche Arbeit oder Sport ist nach drei Monaten erreicht.

 


Der Golfer-Ellenbogen ist ein erworbener, schmerzhafter Reizzustand der Sehnenansätze von Muskeln der Unterarm-, Hand- und Fingerbeuger. Der Golferellenbogen entsteht wie der Tennisellenbogen häufig durch eine Fehl- oder Überbeanspruchung der Unterarmmuskulatur, ist aber wesentlich seltener. Auch die konservative Therapie entspricht den Regeln der Therapie des Tennis-Ellenbogens.
Sollte die konservative Therapie nicht zur Linderung der Beschwerden führen, kann mit einer Operation die chronische Entzündung behandelt werden, wobei die Ergebnisse nicht so erfolgversprechend sind wie der Tennisarm Operation

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