Meniskusschäden

"Ein Meniskusriss bzw. eine Meniskusläsion ist eine der häufigsten Verletzungen im Kniegelenk."

Der Meniskus ist eine Scheibe, die aus (Faser-)Knorpel besteht. Sie dient als Gleitlager zwischen den beteiligten Knochen. Im Kniegelenk sind zwei Meniski vorhanden: ein Innen- und ein Außenmeniskus. Diese dienen zum einen der besseren Druckverteilung zwischen Ober- und Unterschenkel. Zum anderen wirken sie als Bremsblöcke gegen eine Verschiebung der Gelenkflächen. Daher sind die beiden Menisken für die Funktion des Kniegelenks unverzichtbar.

Ursache für einen Meniskusriss oder eine Meniskusläsion sind überwiegend Folge eines schleichenden Gewebeverschleißes, einer regelmäßigen Überlastung oder eines Unfalls. Bei einem Unfallereignismit Meniskusbeteiligung findet sich oft die Kombination mit einem Bänderriß. Meniskusschäden können eine Reihe unterschiedlicher Formen annehmen. Der Innenminiskus ist wesentlich häufiger betroffen als der Außenmeniskus.

Die Feststellung eines Meniskusschadens ist zumeist durch die ärztliche Untersuchung bereits sicher möglich. Ergänzend bietet eine Magnetresonanztomographie (MRT) die Möglichkeit, den Meniskusschaden sicher zu erkennen.

 

Bei einem Meniskusschaden können folgende Beschwerden typischerweise auftreten:

  • Schmerzen am betroffenen Gelenkspalt ‚(innen o. außen)
  • eingeschränkte Belastbarkeit im Kniegelenk (oft hinkendes Gangbild zur Entlastung)
  • evtl. Einklemmungserscheinungen oder Gelenkblockade
  • vtl. spürt der Patient bei Bewegung des Knies ein „Schnappen“ über dem Gelenkspalt
  • evtl. Gelenkschwellung (selten!)

 

KONSERVATIVE THERAPIE:

Bei zufälligem Nachweis eines Meniskusschadens im MRT ohne Beschwerden besteht keine Therapienotwendigkeit. Bei geringen Beschwerden und begleitenden Verschleißerscheinungen können entzündungshemmende Medikamente  eingesetzt werden.

 

OPERATIVE THERAPIE:

Aufgrund seiner Anatomie heilt ein Meniskusriss nicht von selbst. Ein symptomatischer Meniskusriß sollte daher operativ behandelt werden. Die Behandlung der Meniskusschäden erfolgt mittels arthroskopischer Operation.

Bei jungen Menschen mit bestimmten Rissformen und wenig Verschleiß kann der Meniskus im Rahmen dieser Operation mittels Naht repariert werden. Bei verschleißbedingten Veränderungen wird der zerstörte Anteil des Gewebes entfernt und der Restmeniskus geglättet.

 

NACHBEHANDLUNG:

Nach der Operation von Meniskusschäden bedarf es der Teilbelastung des Beines an Unterarmgehstützen für 3-5 Tage, begleitend erfolgt eine orale Schmerztherapie mit entzündungshemmenden Medikamenten, eine medikamentösen Thromboseprophylaxe und krankengymnastischen Behandlung über 2-3 Wochen. Sportliche Tätigkeiten sind nach 2-4 Wochen wieder möglich.

Nach einer Meniskusnaht wird das betroffene Kniegelenk in einer Orthese vorübergehend ruhiggestellt mit in den nachfolgenden Wochen zunehmenden Bewegungsaufbau.

Die freie Beweglichkeit und volle Belastung des Beines sind nach 6 Wochen wieder möglich. Sportliche Tätigkeiten sollten frühestens nach 3 Monaten wieder aufgenommen werden.

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