Tendinosis calcarea, die Kalkschulter

Bei der Kalkschulter findet sich der Kalkherd in der Rotatorenmanschette bevorzugt in der Supraspinatussehne (ca. 90 %).

Dieser entsteht durch Sauerstoffarmut in der Sehne und durch den Umbau (Metaplasie) von Sehnengewebe, möglichweise auch infolge einer vermehrten Druckbeanspruchung im Rahmen eines Impingemnt Syndromes. Eine genaue Ursache für diesen Umbau ist nicht bekannt.

In 9-40 % der Fälle kommt es in beiden Schultern  zur Verkalkung der Sehne. Frauen sind etwas häufiger betroffen.

  • Phase der Zellumwandlung
  • Phase der Verkalkung
  • Phase der Resorption
  • Phase der Reparatur

Nicht jede Kalkschulter durchläuft diesen Zyklus vollständig. Sie kann in jedem Stadium verharren. Die Beschwerden eines Patienten mit Kalkschulter können erheblich variieren. Dies hängt hauptsächlich von der Größe des Kalkdepots und dem Erkrankungsstadium ab. Leidet der Patient an akuten Schmerzen, treten diese aufgrund des phasenartigen Verlaufes meist schubhaft auf.
Die Patienten berichten typischerweise über Schmerzen bei der Seithebung des Armes, bei Überkopfarbeiten sowie über Nachtschmerzen beim Liegen auf der Schulter.

KONSERVATIVE THERAPIE

umfasst eine krankengymnastische Übungsbehandlung mit physikalischen Therapiemaßnahmen, oft kombiniert mit Schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten, ggf. erfolgen lokale Injektionen mit Lokalanästhetikum und Kortisonpräparaten.

Im akuten Schmerzanfall können auch orale Cortisonmedikationen über einen Zeitraum von 2-3 Wochen in absteigender Dosierung eine dtl. Schmerzreduktion bewirken.

Begleitend können sonst auch wie beim Impingemnt Syndrom physikalische Therapiemaßnahmen wie Krankengymnastik, manuelle Therapie, Wärme- oder Kälteapplikation (je nach Krankheitsstadium), Akupunktur, Kinesio Taping oder Röntgenreizbestrahlung angewendet werden.

In Einzelfällen kann auch eine Kalkzertrümmerung erfolgreich sein (sog.“Stoßwellentherapie“).

OPERATIVE THERAPIE

Kommt es trotz konservativer Therapiemaßnahmen zu keiner Beschwerdebesserung und bleibt das Kalkdepot in seiner Größe unverändert, sollte eine Operation erwogen werden.
Dabei wird das Kalkdepot durch eine arthroskopische oder minimal offene Operation aufgesucht und vorsichtig aus der betroffenen Sehne entfernt. Begleitend erfolgt auch eine arthroskopische subacromiale Dekompression mit Erweiterung des Schulterdachraumes mit Entfernung des Schleimbeutels.

NACHBEHANDLUNG

Die Nachbehandlung erfolgt in der Regel frühfunktionell, d.h., dass sofort nach der Operation mit der Bewegungstherapie begonnen wird.
Der Nachbehandlungszeitraum mit schmerzadaptierter Krankengymnastik ohne Bewegungslimitierung umfasst ca. 6 – 10 Wochen.

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