Arthrose des Hüftgelenkes, Coxarthrose.

"Zu den typischen Symptomen einer Hüftgelenksarthrose gehören Leistenschmerzen, die in den vorderen Oberschenkel, eventuell in das Gesäß oder bis ins Kniegelenk ausstrahlen."

Bei Arthrose des Hüftgelenkes ist der zunehmende Verschleiß der Gelenkflächen vom Hüftkopf und Hüftpfanne gemeinsam. Durch den zunehmenden Knorpelschaden kommt es zu einer Zerstörung der Gelenkflächen, die zu einer zunehmenden Deformierung der Gelenkpartner führen, was dann zu einer zunehmend geringeren Bewegung des Hüftgelenkes führt. Die Arthrose des Hüftgelenkes kann in eine primäre (altersbedingt) und eine sekundäre Form unterteilt werden.

Bei der primären Coxarthrose kommt es ohne erkennbare Gründe zu einem Verschleiß des Gelenkes.

Bei der sekundären Coxarthrose können folgende Ursachen vorliegen:

  • Fehlstellung der Gelenke, z.B. Hüftdysplasie
  • Sportarten mit höherer Verletzungsrate (z.B. Fußball, Skifahren)
  • Entzündliche Erkrankungen (z.B. Rheuma, (stattgehabte) bakterielle Infekt)
  • Unfällen mit Gelenkbeteiligung
  • Übergewicht, Fehlbelastungen

Die Entscheidung, welche Therapie sinnvoll ist, ist eine individuelle Entscheidung bei jedem einzelnen Patienten. Bei der Abwägung der Therapie sind insbesondere das Alter, die individuelle Beschwerdesymptomatik, der Verschleißgrad, der Funktionsanspruch und der Anspruch des Patienten an seine speziellen Lebensbedingungen zu berücksichtigen.

 

Zu den typischen Symptomen einer Hüftgelenksarthrose zählen:

  • Leistenschmerzen, die in den vorderen Oberschenkel, eventuell in das Gesäß oder bis ins Kniegelenk ausstrahlen.
  • Zunehmende Bewegungseinschränkung des Hüftgelenkes, z.B. das Schnüren der Schuhe oder anziehen der Socken wird zunehmend schwerer
  • Einschränkung der Wegstrecke/Gehfähigkeit
  • Anlaufschmerz und Belastungsschmerz, die Schmerzen sind zu Beginn der Bewegung stark , lassen dann langsam nach und tauchen aber nach anhaltender Belastung wieder auf ,
    nächtlicher Schmerz

KONSERVATIVE THERAPIE:

Eine Behandlung, die an den Ursachen ansetzt und diese beseitigt, gibt es bislang nicht. Deshalb beschränken sich die Maßnahmen darauf, die Schmerzen zu lindern, Beweglichkeit und Gehleistung zu steigern sowie darauf, das Fortschreiten der Arthrose zu bremsen. Konservative Behandlungsmöglichkeiten bei Arthrose / Gelenkverschleiß:

  • Physiotherapie (Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Osteopathie)
  • Physikalische Maßnahmen (Kühlung, Salben, Quarkumschläge)
  • Elektrotherapie und elektrophysikalische Therapie
  • Entzündungshemmende Medikamente wie z.B. Ibuprofen, Diclofenac etc. (unter Berücksichtigung der möglichen Risiken und Nebenwirkungen)
  • Injektionen mit Kortison (unter Berücksichtigung von Risiken und Nebenwirkungen) oder Hyaluronsäure / Platelett-Rich Plasma (PRP)

Alternative Behandlungsmöglichkeiten bei Arthrose / Gelenkverschleiß:

  • Nahrungsergänzungsstoffe (Glucosamin,Chondroitin)
  • Magnetfeldtherapie
  • Akupunktur

 

OPERATIVE THERAPIE:

Ist die Arthrose der Hüfte soweit fortgeschritten, dass konservative Therapiemaßnahmen keine Schmerzreduktion mehr erzielen, und besteht ein Belastungs- und Ruheschmerz, so ist der künstliche Hüftgelenkersatz die Therapie der Wahl. Die Entscheidung, wann die Implantation einer Hüft TEP sinnvoll ist und erfolgen soll, ist immer in Absprache mit dem Patienten zu treffen.

Für die operative Versorgung des Hüftgelenks mit einer Hüftprothese stehen eine Vielzahl von Implantaten zur Verfügung. Ziel ist die weitgehende Rekonstruktion der ursprünglichen Bewegungsabläufe. In der Regel besteht eine Hüftprothese aus folgenden vier Komponenten: Hüftschaft, Hüftkopf, Hüftpfanne und einem Inlay. In erster Linie unterscheidet man die Hüftschäfte und Pfannen nach ihrer Versorgungsart. In Abhängigkeit von der Knochenqualität des Patienten findet eine zementfreie oder eine zementierte Versorgung des Hüftschaftes statt. Patienten mit osteoporotischen Knochen werden in der Regel zementiert versorgt.

Ferner ist ausschlaggebend für die Wahl des Prothesensystems nicht nur die Knochenqualität des Patienten, sonder müssen auch die anatomischen Strukturen des Patienten berücksichtigt werden. Hier stehen unterschiedliche Prothesenformen zur Verfügung. Unterschieden werden Gerad- und Kurzschäfte, bei den Pfannen Pressfitpfannen oder Schraubpfannen.

Die definitive Art der Verankerung (zementiert, zementfrei) sowie des gewählten Prothesentyps richtet sich nach der Knochenbeschaffenheit, dem Alter des Patienten, dem Körpergewicht und Anatomie.

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